Ich habe meinem Ex-Mann oder seiner arroganten Familie nie erzählt, dass ich in Wahrheit die alleinige Eigentümerin des millionenschweren Unternehmens war, für das sie alle arbeiteten. Für sie war ich nur eine „arme, schwangere Last“, die sie duldeten – bis zu dem Tag, an dem sie mich vor die Tür setzten.
Mein Name ist Viktoria. Ich bin achtundzwanzig Jahre alt und war drei Jahre lang mit Alexander verheiratet.
Er lernte mich kennen, als ich scheinbar eine ganz gewöhnliche Frau war, die in einem kleinen Blumenladen in Heidelberg arbeitete. Ich liebte ihn aufrichtig, und als er mir einen Heiratsantrag machte, sagte ich ohne Zögern Ja. Was er nie wusste: Der Blumenladen war nur ein Hobby.
Meine wahre Identität ist Viktoria von Altmira – die Alleinerbin und heimliche Vorstandsvorsitzende der Altmira Global Gruppe, eines der mächtigsten Immobilien- und Technologieimperien in Deutschland.
Ich hielt meinen Reichtum geheim, weil ich etwas Echtes wollte. Ich wollte wissen, ob Alexander mich um meiner selbst willen liebte – und nicht wegen meines Besitzes. Nach unserer Hochzeit arrangierte ich im Stillen über vertrauenswürdige Kontakte, dass Alexander als leitender Manager in meiner Firma eingestellt wurde. Außerdem half ich seiner Mutter, Frau Rebeccca, eine Beraterposition zu ergattern.
Sie glaubten, alles, was sie erreicht hatten, verdankten sie ihrem eigenen Talent. Mit hohen Gehältern und großzügigen Zusatzleistungen – von mir ohne ihr Wissen genehmigt – wurden sie schnell wohlhabend. Sie kauften eine große Villa, Luxusautos und begannen ein Leben in Saus und Braus.
Doch mit ihrem Reichtum wuchs auch ihre Arroganz. Alles änderte sich, als ich im siebten Monat schwanger war.
Eines Abends kam Alexander mit einem Umschlag nach Hause. Hinter ihm standen seine Mutter – und seine Geliebte, Frau Friederike, eine Führungskraft in derselben Firma. „Unterschreib das“, sagte er kalt und warf die Scheidungspapiere auf den Tisch. Ich starrte auf die Dokumente, dann auf meinen Bauch. „Alexander… ich bin schwanger“, sagte ich leise. Frau Rebecca lachte voller Verachtung. „Glaubst du, eine Schwangerschaft wird dich im Leben meines Sohnes halten? Mach die Augen auf. Mein Sohn wird bald Vizepräsident der Altmira Gruppe. Und du? Du bist nichts als eine arme, nutzlose Frau, die wir nicht länger durchfüttern wollen.“
Friederike grinste hämisch und klammerte sich an seinen Arm. „Er braucht eine Partnerin auf seinem Niveau – jemanden mit Klasse und Ehrgeiz. Schau dich an… du wirkst wie die Haushaltshilfe.“ Ich sah Alexander an und hoffte – nur dieses eine Mal –, dass er mich verteidigen würde. Aber er tat es nicht. „Ich habe bereits unterschrieben“, sagte er trocken. „Du hast mein Leben in keiner Weise bereichert. Ich brauche weder dich noch ein Kind, das mich ausbremst, jetzt, wo ich kurz vor dem Gipfel stehe.“



















































