TEIL 3 Vor Gericht gab Stefan vor, ein besorgter Vater zu sein. Karin gab sich als hilflose Großmutter. Melanie, schwanger und verängstigt, sagte gegen Laura aus. Sie wiederholte Karins Lügen und behauptete, Laura sei labil und gefährlich. Dann begann Viktoria mit ihrer Befragung. Wer bezahlte den Kredit für das Haus? Laura. Wer bezahlte die Rechnungen? Laura. Wer bezahlte Melanies Vitamine für die Schwangerschaft? Laura. Dann fragte Viktoria, ob Karin gedroht hatte, Melanie auf die Straße zu setzen, wenn sie sich weigern würde zu lügen. Melanie begann zu zittern. Viktoria legte den gefälschten Kreditversuch über 200.000 Euro offen und fragte, ob Melanie gesehen hatte, wie Karin Lauras Unterschrift geübt hatte. Melanie brach zusammen. Sie gestand alles. Karin hatte sie zum Lügen gezwungen. Karin hatte die Dokumente gefälscht. Karin hatte Laura wie eine Dienstmagd behandelt. Karin hatte Leon erzählt, seine Mutter sei Abschaum. Im Gerichtssaal brach Tumult aus. Der Richter sprach Laura das alleinige Sorgerecht für Leon zu und erließ Einstweilige Verfügungen gegen Stefan und Karin. Die gefälschten Dokumente gingen an die Staatsanwaltschaft. Der Kredit wurde storniert. Karins heimliche Schulden holten sie ein. Das Haus wurde zwangsversteigert. Stefan bekannte sich schuldig und verlor alles. Zwei Jahre später eröffnete Laura zusammen mit Diana ein luxuriöses Schönheitsstudio. Sie nannten es Das Souveräne Salong. Bei der feierlichen Eröffnung war Leon glücklich, sicher und selbstbewusst. Da tauchte Stefan draußen im Regen auf. Er entschuldigte sich und erzählte, dass Karin nun ganz allein in einem winzigen Motelzimmer lebte und nichts mehr hatte. „Sie hat jetzt nichts mehr außer Essensresten“, sagte er. Laura sah ihn kühl an. „Bestell Karin schöne Grüße. Ich hoffe, sie erinnert sich an das, was sie mir serviert hat.“ Dann schloss sie die Tür. Drinnen wartete eine Platte mit heißem Hummer. Leon lächelte. „Bereit, Mama?“ Laura knackte die größte Schere auf und legte das beste Fleisch auf seinen Teller. „Ja, mein Schatz“, sagte sie. „Wir sind endlich bereit zum Essen.“



















































