An einem ruhigen Abend kehrte sie nach Hause zurück, nachdem die Schlösser ausgewechselt worden waren.
Es gab keine leeren Flaschen auf dem Tisch, keine Kritik vom Sofa und niemanden, der verlangte, von ihr bedient zu werden.
Sie öffnete einen gut gefüllten Kühlschrank, stellte ein kleines Stück Schokoladenkuchen auf den Esstisch und zündete eine Kerze an.
Sie feierte nicht Markus’ Untergang.
Sie feierte die Tatsache, dass sie sich selbst gewählt hatte, bevor sie vollkommen verschwand.
Brenda schrieb eine Nachricht:
„Wie macht sich die neue Direktorin?“
Marianne lächelte und antwortete:
„Ich lerne, zu leben, ohne um Erlaubnis zu fragen.“
Draußen leuchteten die Lichter von Frankfurt durch die Nacht.
Marianne verstand schließlich, dass Gerechtigkeit nicht immer dramatisch einzog. Manchmal kam sie ganz leise – wie eine Frau, die ihre eigene Haustür abschließt, den Schlüssel umdreht und ein friedliches Zuhause schafft, das ihr niemand mehr nehmen kann.


















































