Teil 3:
„Du hast es mir nie erzählt.“
„Du bist verschwunden.“
Mama senkte den Blick.
„Das Leben kam dazwischen.“
„Ich weiß.“
Albrecht blickte zur Küche.
„Gebt mir fünf Minuten.“
„Wofür?“
„Euer eigentliches Abendessen.“
Mama lachte.
„Ich bin nicht sicher, ob ich jetzt noch etwas essen kann.“
„Dann nimm es mit nach Hause.“
Er verschwand durch die Küchentüren.
Einige Minuten später kehrte er zurück und trug den Teller selbst.
Frische Pasta.
Ofengemüse.
Brot.
Und neben allem anderen…
Stück Tiramisu.
Mama verdeckte ihr Gesicht.
„Albrecht.“
„Was?“
„Ich hatte schon Nachtisch.“
Er stellte den Teller vor sie und lächelte.
„Vielleicht lassen Sie den Nachtisch diesmal nicht aus.“
Das gesamte Restaurant brach in Lachen aus.
Mama lachte auch.
Nicht das nervöse kleine Lachen, das sie sich angewöhnt hatte, wann immer sie sich unwohl fühlte.
Nicht ein höfliches Lachen, das dazu gedacht war, dass andere sich besser fühlten.
Sie lachte, bis ihr Tränen über das Gesicht rollten.
Dann nahm sie ihre Gabel.
Sie nahm noch einen Bissen Tiramisu, schloss die Augen und lächelte.
Auf der Heimfahrt blieb sie mehrere Minuten lang still.
Schließlich sah sie zu mir rüber.
„Doris?“
„Ja?“
„Ich meinte das ernst, was ich vorhin gesagt habe.“
„Was?“
Sie sah aus dem Fenster.
„Vielleicht sollte ich öfter ausgehen.“
Diesmal tat ich nicht so, als bedeuteten mir diese Worte nicht alles.
„Das würde mir wirklich gefallen.“
Mama lächelte.
„Mir auch.“


















































