Sie trugen den Sessel ins Zimmer. Thomas nahm sein Werkzeug und begann vorsichtig, den alten Stoff zu entfernen. Sabine holte unterdessen einen dicken, hellen Stoff und etwas Garn heraus und stellte die Nähmaschine auf den Tisch. „Wer hat das überhaupt zusammengebaut?“, brummte Thomas, während er die Heftklammern herausriss. „Es ist zwar festgemacht, aber total unordentlich gemacht. Man sieht genau, dass das keine professionelle Arbeit war.“ Er entfernte die Polsterung von der Rückenlehne und machte mit der Sitzfläche weiter. Als der Stoff fast vollständig ab war, erstarrte er plötzlich. „Sabine… komm mal her. Schnell.“ In seiner Stimme lag etwas Seltsames. Sabine ging hinüber und beugte sich über den Sessel. Was sie im Inneren sahen, ließ ihnen einen Schauer über den Rücken laufen. 😨😱 Er zog das Polstermaterial zurück und ein Paket kam zum Vorschein. Dann ein zweites. Und ein drittes. Es waren ordentlich gestapelte Bündel von Hundert-Euro-Scheinen, die mit Gummibändern zusammengehalten wurden.
Sabine und Thomas sahen sich schweigend an. „Woher kommen die?“, fragte Sabine leise. „Wenn der Sessel weggeworfen wurde, bedeutet das, dass ihn niemand vermisst…“, sagte Thomas langsam. „Das bedeutet, wer auch immer ihn weggeworfen hat, wusste nichts von dem Geld. Oder…“ Er verstummte. „Oder vielleicht sind es die Beweismittel von jemandem“, führte Sabine den Gedanken zu Ende. „Vielleicht hängt es mit einem Verbrechen zusammen.“ Im Zimmer wurde es ungewöhnlich still. „Was sollen wir tun? Die Polizei rufen?“, fragte sie. Thomas fuhr sich mit der Hand durchs Haar und blickte wieder auf das Geld. „Oder… vielleicht Tickets kaufen und in den Urlaub fliegen?“ Sie standen mitten im Zimmer, und auf dem Boden lag etwas, das ihr Leben entweder verändern oder ruinieren konnte.



















































