Ein Schauer lief mir über den Rücken. Ich sank auf die kalten Fliesen und presste den Beutel an meine Brust. In meinem Kopf war nur ein einziger Gedanke: Das kann nicht wahr sein…
Ich ging im Zimmer auf und ab, bis ich mich schließlich entschied, zu meinem Schwiegervater zu gehen. Als er den Beutel sah, seufzte er schwer.
„Du hast sie also gefunden“, sagte er müde.
„Was ist das?!“, schrie ich, obwohl meine Stimme mein Zittern verriet. „Wem gehören sie?!“
Er senkte den Blick, schwieg lange und begann dann mit leiser Stimme zu sprechen:
„Dein Mann… er ist nicht der, der er zu sein scheint. Er hat Leben genommen. Dann verbrannte er die Körper… aber Zähne brennen nicht. Er hat sie herausgezogen und sie hier zu Hause versteckt.“
Ich konnte es nicht glauben. Mein Mann – ein fürsorglicher Vater, ein zuverlässiger Mensch. Aber vor mir lagen die Beweise.
„Sie wussten es?“, flüsterte ich.
Mein Schwiegervater hob die Augen. Darin lag keine Erleichterung, nur Müdigkeit und ein Schatten von Schuld.
„Ich habe geschwiegen… viel zu lange habe ich geschwiegen. Aber jetzt – jetzt musst du selbst entscheiden, was als Nächstes zu tun ist.“
Und in diesem Moment wurde mir klar: Mein Leben würde nie wieder dasselbe sein.


















































